Wie erkennt man Leberzirrhose an äußeren Anzeichen?

Leberzirrhose zeigt sich oft deutlich an der körperlichen Erscheinung eines Menschen. Im fortgeschrittenen Stadium verändert sich das äußere Erscheinungsbild, sodass bestimmte Merkmale auf eine schwere Leberfunktionsstörung hindeuten können.

Ein auffälliges Zeichen ist die Gelbfärbung von Haut und Augen, medizinisch als Gelbsucht bekannt. Sie entsteht, weil die geschädigte Leber Bilirubin, einen Abfallstoff des Blutes, nicht mehr ausreichend abbauen kann. Diese Färbung ist oft der erste Hinweis, der Patienten zum Arzt führt.

Weitere sichtbare Symptome sind spinnenartige Blutgefäße direkt unter der Haut, besonders im Oberkörperbereich. Diese sogenannten Teleangiektasien sehen aus wie kleine, rote Fäden mit einem zentralen Punkt und sind typisch für eine fortgeschrittene Lebererkrankung.

Viele Betroffene leiden zudem unter Muskelschwund. Durch die gestörte Stoffwechselfunktion der Leber nimmt die Muskulatur ab, während gleichzeitig die Körperfettverteilung sich verändert. Auffällig ist oft auch eine Schwellung von Beinen und Bauch: Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe (Ödem) oder im Bauchraum (Aszites), was zu einer sichtbaren Ansammlung von Flüssigkeit führt.

Die Kombination aus gelber Haut, dünnem Körperbau, geschwollenen Extremitäten und aufgetriebenem Bauch prägt das Erscheinungsbild vieler Menschen mit fortgeschrittener Leberzirrhose. Diese Symptome treten meist erst spät auf – deshalb ist eine frühzeitige Diagnose so wichtig. Wer Risikofaktoren wie übermäßigen Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen hat, sollte regelmäßig untersucht werden.

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