Die Übersetzung des lateinischen Plusquamperfekts ins Deutsche

Im Lateinunterricht begegnet man früher oder später dem Plusquamperfekt – einer Zeitform, die auf den ersten Blick verwirrend wirken kann. Doch mit etwas Übung wird klar: Im Deutschen haben wir dafür eine passende Entsprechung.

Das lateinische Plusquamperfekt drückt eine vor der Vergangenheit liegende Handlung aus, also etwas, das schon abgeschlossen war, bevor etwas anderes in der Vergangenheit geschah. Auf Deutsch übersetzt man es daher meist mit der sogenannten Vorvergangenheit. Statt einfach „machte“ oder „war“ sagt man dann: „hatte gemacht“ oder „war gewesen“.

Ein Beispiel: Der lateinische Satz „dixerat“ (er hatte gesagt) wird nicht mit „er sagte“ übersetzt, sondern korrekt mit „er hatte gesagt“. So wird deutlich, dass diese Handlung vor einer anderen vergangenen Handlung stattfand.

Wichtig ist auch der Konjunktiv im Plusquamperfekt, der im Deutschen oft mit „hätte gemacht“ oder „wäre gewesen“ wiedergegeben wird – besonders in indirekter Rede oder in Bedingungssätzen. Wer die Struktur versteht, findet leichter den richtigen Ton in der Übersetzung.

Im Grunde geht es beim Plusquamperfekt also um Zeitlichkeit: Was war zuerst da? Was war bereits geschehen? Die deutsche Vorvergangenheit hilft, diese Abfolge klar und natürlich wiederzugeben – und schon fühlt sich die Übersetzung aus dem Lateinischen viel lebendiger an.

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