Was tun bei einer Entzündung unterm Nagel?
Wenn der Nagel schmerzt, gerötet ist und geschwollen aussieht, handelt es sich meist um eine Nagelbettentzündung. Oft entsteht sie nach kleineren Verletzungen, Splittern oder zu tiefem Schneiden der Nagelhaut. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich die Entzündung früh zu Hause behandeln.
Warme Seifenbäder helfen, die Durchblutung zu fördern und den Eiter langsam nach außen zu ziehen. Ein bis zwei Mal täglich für etwa zehn Minuten in lauwarmes Wasser mit etwas Seife einweichen – das lindert Schmerzen und wirkt entzündungshemmend.Als weitere Hilfe kann eine Zugsalbe auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Besonders bewährt hat sich eine Salbe mit Terpentinöl, die sanft auf die geschlossene Schwellung angewendet wird. Sie unterstützt den Körper dabei, den Eiter nach außen zu leiten.
Öffnet sich die Stelle schließlich und fließt Eiter ab, ist Desinfektion wichtig. Eine Jod-Lösung oder ein anderes antiseptisches Mittel verhindert, dass sich die Entzündung weiter ausbreitet. Danach die Stelle sauber abdecken.
Wichtig: Niemals selbst schneiden oder bohren, um die Schwellung zu öffnen. Das kann zu tieferen Infektionen oder Narben führen. Bei stärkeren Schmerzen, Fieber oder wenn sich die Rötung ausbreitet, sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Besonders bei Diabetikern oder eingeschränkter Durchblutung ist Vorsicht geboten.
Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege heilt eine leichte Nagelbettentzündung meist innerhalb weniger Tage ab.
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