Was tun, wenn der Hund einen epileptischen Anfall hatte?

Wenn Ihr Hund einen Krampfanfall erlitten hat, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und ihn behutsam zu unterstützen. In den Minuten danach wirkt er oft desorientiert, wackelig auf den Beinen oder scheint nicht zu wissen, wo er ist. Das ist normal. Bleiben Sie ruhig an seiner Seite, reden Sie leise mit ihm und sorgen Sie dafür, dass er sich nicht verletzt – etwa durch Möbelkanten oder Treppen.

Entfernen Sie alles, was gefährlich sein könnte. Räumen Sie Stühle, Körbe oder andere Gegenstände zur Seite, damit er nicht dagegen stößt. Setzen oder legen Sie sich neben ihn, ohne ihn zu bedrängen. Manche Hunde zittern danach oder haben Durst – wenn er ansprechbar ist, können Sie ihm etwas Wasser anbieten, aber zwingen Sie ihn zu nichts.

Beobachten Sie, wie lange die Nachwirkungen andauern. Hat er mehrmals innerhalb kurzer Zeit Anfälle, ist dies ein sogenannter „status epilepticus“ – ein Notfall, bei dem Sie sofort zum Tierarzt müssen. Auch, wenn der Anfall länger als fünf Minuten anhält, handelt es sich um einen medizinischen Ernstfall.

Später kann es hilfreich sein, die Anfälle zu dokumentieren: Wann geschahen sie? Wie lange dauerten sie? Gab es Auffälligkeiten davor? Diese Infos helfen dem Tierarzt, die beste Behandlung zu finden.

Wichtig: Obwohl Anfälle beängstigend aussehen, leidet der Hund währenddessen meist nicht. Mit der richtigen Pflege danach und der Unterstützung durch Ihren Tierarzt kann Ihr Hund trotz Epilepsie eine gute Lebensqualität haben.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen