Isoliertapete: Schönheit mit Nachteil?

Wer alte, kühle Wände hat, greift oft zur sogenannten Isoliertapete – in der Hoffnung, Wärme zu sparen und die Heizkosten zu senken. Doch der Effekt ist deutlich geringer, als viele hoffen. Tatsächlich entspricht die Dämmwirkung einer solchen Tapete gerade einmal etwa 0,3 Zentimetern Styropor. Im Vergleich dazu bieten moderne Außendämmungen oft das 30- bis 40-Fache – also um die 10 cm Dämmstoff.

Das bedeutet: Isoliertapeten bringen thermisch kaum einen spürbaren Vorteil. In manchen Fällen können sie sogar Probleme verursachen. Weil sie oft dicht sind, kann dahinter Feuchtigkeit eingeschlossen werden. Das fördert Schimmelbildung – besonders an schlecht gedämmten Altbauwänden. Zudem täuscht die Optik von „modernisiert“ – während die eigentliche Wärmedämmung weiterhin unzureichend bleibt.

Experten raten daher: Wer wirklich etwas gegen Wärmeverlust tun will, sollte nicht auf Tapeten setzen, sondern über eine fachgerechte Fassadendämmung nachdenken. Das bringt mehr Energieeffizienz, Komfort und langfristig auch bessere Werte beim Energieausweis. Isoliertapeten mögen als schnelle Lösung verlockend wirken – doch was wirklich isoliert, passiert meist außen an der Wand, nicht innen an der Tapete.**

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