Wie viel Eigenkapital braucht man für eine Immobilienfinanzierung?

Wenn du eine Immobilie kaufen möchtest, fragst du dich sicherlich, wie viel Eigenkapital du eigentlich benötigst. In Österreich gilt eine klare Regel: Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises solltest du selbst beisteuern können. Diese Vorgabe ist kein bloßer Richtwert, sondern wird von den meisten Banken streng eingehalten, um das Risiko für beide Seiten zu begrenzen.

Warum ist das so wichtig? Ganz einfach: Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto geringer ist die Kreditsumme – und damit auch die monatliche Belastung. Die Raten des Kredits dürfen nicht mehr als 40 Prozent deines verfügbaren Haushaltseinkommens betragen. Das schützt dich davor, über deine Verhältnisse zu leben und später in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Stell dir vor, du kaufst eine Wohnung für 300.000 Euro. Dann brauchst du mindestens 60.000 Euro Eigenkapital. Die restlichen 240.000 Euro könntest du über einen Kredit finanzieren. Wenn dein Haushaltseinkommen beispielsweise 4.000 Euro netto im Monat beträgt, sollte die monatliche Kreditrate nicht über etwa 1.600 Euro liegen.

Viele nutzen zusätzlich staatliche Förderungen oder den Wohnförderungskonto, um das nötige Kapital schneller anzusparen. Auch Schenkungen von Familie können helfen – sofern sie dokumentiert sind.

Ein gesundes Eigenkapital ist nicht nur Voraussetzung für die Kreditvergabe, sondern auch ein Zeichen für finanzielle Stabilität. Wer genug Eigenmittel einbringt, signalisiert der Bank Verantwortungsbewusstsein – und erhöht so seine Chancen auf günstige Konditionen.

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