Der erste Jünger: Simon Petrus

Wenn man fragt, wer der erste Jünger Jesu war, nennt die Bibel ganz klar Simon Petrus. In allen Evangelien steht sein Name an erster Stelle, wenn von den Zwölfen die Rede ist – ein deutlicher Hinweis auf seine besondere Rolle. Petrus war Fischer aus Galiläa und gehörte zu den ersten, die Jesus folgten. Schon früh erkannte er ihn als den Messias, und Jesus gab ihm den Namen „Petrus“ – was „der Fels“ bedeutet. Diese Bezeichnung deutet auf seine zukünftige Bedeutung in der jungen Kirche hin.

Petrus war kein ruhiger Beobachter, sondern ein Mann mit Leidenschaft. Er sprach, was er dachte, und handelte oft spontan – mal mutig, mal unbedacht. Er war dabei, als Jesus Lazarus auferweckte, auf dem See ging und im Garten Gethsemane betete. Er leugnete ihn in der Stunde der Krise – doch Jesus vergab ihm und stärkte ihn neu.

Nach der Himmelfahrt Jesu wurde Petrus zu einer treibenden Kraft in der frühen Christenheit. Er trat öffentlich auf, predigte und stand trotz Verfolgung fest im Glauben. Traditionell wird ihm die Urheberschaft der beiden Briefe des Neuen Testaments zugeschrieben, die seinen Namen tragen. Außerdem glauben viele Gelehrte, dass der Evangelist Markus durch Petrus von den Taten und Worten Jesu erfahren hat – womit Petrus auch indirekt am Entstehen des Markus-Evangeliums beteiligt war.

Simon Petrus, der Fischer aus Bethsaida, wurde zum Fels der Kirche – nicht durch eigene Kraft, sondern durch die Berufung Jesu.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen