Wie viel Eigenkapital braucht man, um ein Haus in der Schweiz zu kaufen?
Wer in der Schweiz ein Haus kaufen möchte, sollte wissen: Es reicht nicht, einfach das passende Objekt zu finden. Ein erheblicher Teil des Kaufpreises muss als Eigenkapital vorhanden sein. In der Regel verlangen Banken mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenmittel.
Das bedeutet: Bei einem Haus im Wert von einer Million Schweizerfranken benötigen Sie rund 200 000 Franken aus eigener Kraft. Die restlichen 800 000 Franken können über eine Hypothek finanziert werden. Dieses Verhältnis ist keine bloße Empfehlung – es wird von den meisten Kreditgebern streng eingehalten, um das Risiko zu begrenzen.
Warum 20 Prozent? Diese Regel dient als Schutz für Käufer und Bank. Sie stellt sicher, dass der Käufer langfristig in der Immobilie verwurzelt ist und nicht bei kleineren Schwankungen im Immobilienmarkt überfordert wird. Zudem muss das Eigenkapital nicht nur den 20-Prozent-Anteil abdecken, sondern auch Nebenkosten wie Notarkosten, Grundbuchgebühren oder Umzugskosten.
In beliebten Regionen wie Zürich, Genf oder der Innerschweiz können die Preise für Einfamilienhäuser leicht über eine Million Franken liegen. Dann steigt auch die Hürde für das benötigte Eigenkapital. Viele Schweizer sparen daher jahrelang, nutzen die Säule 3a oder erhalten Unterstützung von der Familie.
Ein Hauskauf bleibt ein großer Schritt – aber mit genügend Eigenkapital und guter Planung durchaus erreichbar. Wer früh beginnt zu sparen und sich über die Möglichkeiten informiert, steht eines Tages vor der eigenen Haustür.
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