Cannabis in Deutschland: Was ist erlaubt?

Seit Kurzem sorgt eine Änderung im deutschen Drogenrecht für Aufsehen. Obwohl die Einfuhr von Cannabis aus Ländern wie den Niederlanden weiterhin verboten ist, hat sich die Lage für Konsumenten in Deutschland gelockert. Wer aus Amsterdam nach Deutschland reist, darf kein Cannabis mitbringen – das bleibt strafbar, unabhängig von der Menge.

Was sich geändert hat, ist die Handhabung des Besitzes innerhalb Deutschlands. Wer bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei sich führt, muss im öffentlichen Raum keine Strafe mehr befürchten. Diese Neuregelung soll Entkriminalisierung fördern und Polizei- und Justizressourcen entlasten. Wichtig ist jedoch: Gekauft werden darf die Substanz weiterhin nicht legal – weder an einem holländischen "Coffee Shop" noch in Deutschland.

Die 25-Gramm-Grenze gilt nur für den persönlichen Gebrauch und nur, wenn man sie bei sich trägt. Der Anbau von bis zu drei Pflanzen zu Hause ist unter bestimmten Bedingungen ebenfalls erlaubt, solange keine Gefahr für Kinder besteht. Über 25 Gramm hinaus wird es riskant: Dann kann weiterhin Strafverfolgung drohen, besonders wenn Absicht zum Weiterverkauf vermutet wird.

Die Diskussion um legales Cannabis in Deutschland bleibt damit spannend. Während die Grenzen klar sind – kein Import, kein Handel – zeigt die Reform eine deutliche Verschiebung in der gesellschaftlichen und politischen Haltung. Wer trotzdem versucht, von Amsterdam aus etwas nach Deutschland zu schmuggeln, riskiert empfindliche Strafen – das lohnt sich weder für Touristen noch für Gelegenheitsnutzer.

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