Wie häufig ist Zöliakie in Deutschland?
Früher glaubte man, Zöliakie sei eine seltene Erkrankung. Man schätzte, dass etwa eine von 1.000 Personen in Deutschland darunter leidet. Doch die Zeiten haben sich geändert – sowohl in der Medizin als auch in der Diagnostik.
Neuere Untersuchungen zeigen ein anderes Bild: Heute weiß man, dass zwischen ein bis zwei von 300 Menschen** an Zöliakie erkrankt sind. Das bedeutet: Rund 0,3 bis 0,5 Prozent der Bevölkerung leiden unter dieser autoimmune bedingten Unverträglichkeit gegenüber Gluten. Tendenz steigend – nicht weil die Krankheit häufiger wird, sondern weil wir sie heute besser erkennen.
Viele Betroffene wissen jahrelang nichts von ihrer Erkrankung, da die Symptome oft unspezifisch sind – von Bauchschmerzen über Müdigkeit bis hin zu Gewichtsverlust. Erst durch gezielte Bluttests und eine Darmspiegelung kann die Diagnose gesichert werden.
Die einzige wirksame Behandlung bleibt eine lebenslange glutenfreie Ernährung. Wer darauf achtet, kann jedoch vollkommen symptomfrei leben. Wichtig ist daher, gerade bei familiärer Vorerkrankung oder bei bestimmten Autoimmunerkrankungen, rechtzeitig abklären zu lassen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.