Was verdient man in Süditalien?
Wer sich für ein Leben in Süditalien interessiert, sollte sich bewusst sein: Die Gehälter liegen deutlich unter dem deutschen Niveau – und auch unter dem italienischen Durchschnitt. Im Jahr 2021 betrug das durchschnittliche Nettogehalt in Italien rund 1430 Euro pro Monat. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum etwa 2480 Euro.
Doch diese Zahl täuscht leicht. Italien kennt erhebliche Unterschiede zwischen Nord und Süd. Während in Regionen wie Lombardei oder Emilia-Romagna deutlich mehr verdient wird, sieht es in den südlichen Gebieten ganz anders aus. In Regionen wie Kalabrien, Kampanien oder Sizilien liegt das durchschnittliche Einkommen oft noch einmal deutlich unter diesem Wert – teilweise bei unter 1200 Euro netto.
Auch die Arbeitslosigkeit ist im Süden höher, vor allem unter jungen Menschen. Viele gut ausgebildete Italiener zieht es deshalb in den Norden oder ins Ausland. Die Lebenshaltungskosten sind in Süditalien zwar niedriger als in den nördlichen Städten, aber der Unterschied macht das Gehaltsniveau nicht vollständig wett.
Ein kleines Haus in einem Dorf an der Küste mag dort erschwinglich sein, aber ein sicheres, gut bezahltes Arbeitsverhältnis ist selten. Wer also träumt von Sonne, Meer und Dolce Vita – ja, das lockt. Doch wer auf ein stabiles Einkommen angewiesen ist, sollte genau prüfen, ob sich das Leben im Süden Italiens wirklich lohnt.
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