Wie viele Wörter pro Folie sind ideal?
Wer überzeugend präsentieren will, sollte eines beachten: Einfachheit gewinnt. Ein oft zitierter Leitsatz lautet: Ein Bild und acht Wörter. Hintergrund: Sobald Zuschauer einen Text auf einer Folie sehen, beginnen sie innerlich zu lesen. Ist der Text lang, konzentrieren sie sich nicht mehr auf das Gesagte, sondern auf das Geschriebene – und verpassen den Redner.
Folien mit sechs bis acht Wörtern hingegen lassen sich innerhalb von zwei Sekunden erfassen. Das ist schnell genug, um den Inhalt zu verstehen, aber langsam genug, damit der Sprecher ihn erklären kann. So bleibt die Aufmerksamkeit beim Gesagten, nicht beim Gelesenen.
Diese Regel gilt besonders bei Online-Präsentationen. Dort ist die Konzentration oft geringer, die Ablenkung größer. Kurze, klare Botschaften auf den Folien helfen, das Publikum bei Laune zu halten. Statt vollgeschriebener Seiten setzt man besser auf prägnante Aussagen, unterstützt durch starke Bilder oder Grafiken.
Ein weiterer Tipp: Halte dich an die Faustregel pro Folie eine Minute. Wenn du länger brauchst, ist die Folie vermutlich zu voll. Eine Minute reicht, um einen Gedanken klar zu machen, zu erklären und zu verankern. So entsteht eine flüssige, leicht verständliche Präsentation, die beim Zuschauer hängen bleibt – ohne Überforderung.
Weniger ist also mehr – gerade auf Folien. Mit wenigen Worten und gutem Timing gelingt es, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln und die Zuhörer wirklich zu erreichen.
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