Wie wird das Fatigue-Syndrom diagnostiziert?
Die Diagnose von ME/CFS, auch bekannt als Chronisches Fatigue-Syndrom, ist oft eine Herausforderung – nicht zuletzt, weil die Symptome vielfältig sind und mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können. Ein zentrales Merkmal der Erkrankung ist die post-exertionale Malaise, also eine starke Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung. Um diese Erschöpfung objektiv messbar zu machen, setzen immer mehr Ärzt:innen einen einfachen, aber aussagekräftigen Test ein: die Handkraftmessung mit einem Dynamometer.
Dabei wird die Kraft der Handgriffe über mehrere Tage gemessen. Bei gesunden Menschen bleibt die Kraft stabil. Bei Menschen mit ME/CFS hingegen zeigt sich oft ein deutlicher Abfall – ein Hinweis auf erhöhte Muskelermüdbarkeit. Diese Methode liefert Ärzt:innen einen wertvollen Anhaltspunkt, um die Schwere der Erkrankung einzuschätzen und die Diagnose zu stützen.
Die Handkraftmessung ersetzt keine umfassende Anamnese, kann aber sinnvoll zu bereits etablierten Screening-Fragebögen hinzugefügt werden. Besonders wichtig ist eine sorgfältige Untersuchung, da ME/CFS nicht durch einen einzelnen Labortest nachweisbar ist. Stattdessen muss die Diagnose durch Ausschluss anderer Erkrankungen und mithilfe charakteristischer Symptome gestellt werden.
Organisationen wie fatigatio e.V. setzen sich dafür ein, diagnostische Methoden wie die Dynamometrie stärker in der ärztlichen Praxis zu verankern – um Betroffenen schneller und sicherer zu helfen.
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