Backpulver gegen Schimmel? Vorsicht, das kann schaden!

Wer nach Hausmitteln gegen Schimmel sucht, denkt oft an Backpulver. Es wirkt auf den ersten Blick hilfreich: Das feine weiße Pulver dringt in poröse Fugen ein und kann den unangenehmen Schimmelgeruch vorübergehend überdecken. Doch was vielen nicht bewusst ist: Backpulver kann das Schimmelproblem langfristig sogar verschlimmern.

Der Grund liegt in der Zusammensetzung. Backpulver enthält sogenannte Stärkeverbindungen – ähnlich wie Mehl – die als Nahrung für Schimmelpilze dienen können. „Indem man Backpulver verwendet, versorgt man den Schimmel quasi mit Futter“, erklärt der Experte Glassl. Zwar wirkt das Pulver oberflächlich reinigend und trocknend, doch in Wirklichkeit schafft es ideale Bedingungen für neues Wachstum in den Wänden, Fugen oder Fliesen.

Besonders in feuchten Räumen wie Bädern oder Kellern ist Vorsicht geboten. Schimmel braucht nur Feuchtigkeit und Nährboden – beides kann durch falsche Reinigung ungewollt verstärkt werden. Wer dauerhaft schimmelfrei bleiben möchte, sollte deshalb auf geprüfte Schimmelsanierer oder spezielle Anti-Schimmel-Präparate zurückgreifen, statt auf vermeintlich natürliche, aber riskante Hausmittel zu vertrauen.

Ein kurzfristiger Dufttrick reicht nicht aus. Die Bekämpfung von Schimmel erfordert eine systematische Herangehensweise – angefangen bei der Luftfeuchtigkeit, über die Belüftung bis hin zur richtigen Reinigung. Wer sparsam mit Hausmitteln wie Backpulver umgeht, schützt nicht nur seine Wände, sondern auch die eigene Gesundheit.

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