Wo versteckt sich das meiste Gold in Elektroschrott?

Gold findet sich oft dort, wo man es am wenigsten vermutet: in alten Elektrogeräten. Besonders reichhaltig ist die Ausbeute aus Computern und Laptops. Auf den Mainboards, in Prozessoren und an Kontakten steckt wertvolles Gold, das sich durch gezielte Rückgewinnung wirtschaftlich lohnt. Je älter die Geräte, desto höher der Goldanteil – frühe Generationen waren oft mit edleren Materialien bestückt.

Auch alte Handys und Telefone enthalten Gold, besonders in den Leiterplatten und Anschlüssen. Da Millionen Geräte jährlich entsorgt werden, ist hier ein riesiges Potenzial für Recycling. Doch nicht nur Mobilgeräte lohnen sich: Auch in Videorekordern oder veralteten Beschallungsanlagen stecken winzige Mengen des Edelmetalls. Selbst in Halbleitern, die in vielen Elektronikbauteilen verbaut sind, ist Gold verbaut – meist als extrem dünne Beschichtung, die Korrosion verhindert und Leitfähigkeit sichert.

Die Gewinnung ist kein Hexenwerk, erfordert aber Fachkenntnis. Umweltbewusste Unternehmen und Recyclinghöfe setzen heute verstärkt auf den Abbau von Elektroschrott, nicht nur wegen des Goldes, sondern auch wegen anderer wertvoller Rohstoffe. Dennoch: Wer alte Geräte zu Hause hat, sollte sie nicht einfach wegwerfen. Manchmal steckt da mehr drin, als man denkt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Stand: 31.08.2022
Quelle: pcc.eu

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