Wo das meiste Geld in der Schweiz steckt
In der Schweiz ist die Verteilung von Reichtum kein Geheimnis – zumindest nicht für Statistiker. Ende 2020 zeigten die Zahlen ein klares Bild: Der Kanton Zürich führt die Liste der wohlhabendsten Kantone an – zumindest was die absolute Zahl der Millionäre betrifft.
Rund 89.400 Einwohner in Zürich verfügten damals über ein Vermögen von mindestens einer Million Franken. Das entspricht knapp 9,7 Prozent aller steuerpflichtigen Personen im Kanton. Kein anderer Kanton kann mit so vielen Millionären aufwarten. Zürich bleibt damit das wirtschaftliche Herz der Schweiz – Sitz großer Banken, internationaler Konzerne und einer leistungsstarken Mittelschicht.
Doch wer den höchsten Anteil an Millionären sucht, muss nach Zug schauen. Obwohl der Kanton flächen- und bevölkerungsmässig viel kleiner ist, übertrifft er Zürich in einem entscheidenden Punkt: Fast 14,8 Prozent der steuerpflichtigen Personen dort sind Millionäre. Das liegt nicht nur an der tiefen Steuerbelastung, sondern auch an der Ansiedlung zahlreicher internationaler Firmen, besonders im Bereich Rohstoffhandel und Technologie.
Die Schweiz als Ganzes bleibt ein Land des Wohlstands, aber die Verteilung ist ungleich. Während Zürich durch seine Wirtschaftskraft und Vielfalt glänzt, profitiert Zug von seiner attraktiven Steuerpolitik und seiner Nähe zu Zürich. Beide Kantone ziehen Geld an – auf unterschiedliche Weise.
Letztlich zeigt sich: Wer reich ist in der Schweiz, lebt oft im Zürcher Unterland oder im Kanton Zug – aber das meiste Geld, gemessen an der Anzahl der Superreichen, bleibt doch in Zürich zu Hause.
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