Der Umgang mit Menschen, die Verantwortung stets von sich weisen und die Schuld für jegliche Fehltritte, Probleme oder Krisen bei anderen suchen, gehört zu den psychologisch und emotional anstrengendsten Herausforderungen im privaten wie auch im beruflichen Alltag. Wer schon einmal versucht hat, mit einer solchen Person ein konstruktives, lösungsorientiertes Gespräch über einen Fehler zu führen, kennt das frustrierende Gefühl, gegen unsichtbare Mauern aus Ausreden, Projektionen und Rechtfertigungen zu rennen. Doch wie nennt man ein solches Verhaltensmuster im Fachjargon oder im alltäglichen Sprachgebrauch? Und was verbirgt sich psychologisch hinter dieser ausgeprägten Abwehrhaltung?
In der deutschen Sprache sowie in der psychologischen Fachliteratur gibt es verschiedene Begriffe, die dieses Phänomen treffend beschreiben – je nachdem, ob man den Fokus auf das soziale Verhalten, die zugrundeliegenden Abwehrmechanismen oder die manipulativen Züge legt.
Die Begrifflichkeiten: Vom Alltagsdeutsch bis zur Psychologie
Im alltäglichen Sprachgebrauch greifen wir oft zu bildhaften Ausdrücken, wenn wir beschreiben wollen, dass jemandem die Fähigkeit zur Selbstreflexion fehlt. Wer immer mit dem Finger auf andere zeigt, wird umgangssprachlich oft als „Schuldzu
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