Bin ich bindungsgestört? Wie sich Bindungsangst im Alltag zeigt
Die Suche nach der großen Liebe gestaltet sich für viele Menschen schwierig. Doch wenn sich ein Muster aus ständigen Enttäuschungen wiederholt, steckt oft mehr dahinter als bloßes Pech. Viele Betroffene fragen sich irgendwann besorgt: Bin ich bindungsgestört?
Ein typisches Anzeichen für eine Bindungsstörung oder ausgeprägte Bindungsangst ist das Gefühl, vermeintlich einfach nicht den passenden Partner zu finden. Beziehungen werden häufig schon in der Anfangsphase beendet, sobald es emotional ernster wird. Stattdessen flüchten sich Betroffene oft in oberflächliche, schnell wechselnde Sex- oder Liebesbeziehungen, die emotionale Distanz und damit scheinbare Sicherheit garantieren.
Psychologen wissen, dass dahinter meist ein tief sitzender Schutzmechanismus steckt. Um sich vor Verletzungen oder dem Verlust der eigenen Autonomie zu schützen, entwickeln Menschen mit Bindungsangst oft extrem hohe Ansprüche oder ganz bestimmte, fast unerfüllbare Vorstellungen von ihrem Partner oder ihrer Partnerin. Findet sich dann ein vermeintlicher Makel, dient dieser als willkommener Vorwand, um die Flucht anzutreten, bevor echte Nähe entstehen kann.
Wer dieses Muster bei sich selbst erkennt, muss jedoch nicht verzweifeln. Eine Bindungsstörung ist kein unveränderliches Schicksal. Der erste und wichtigste Schritt zur Besserung ist das Eingeständnis der eigenen Angst vor Nähe. Indem man die Ursachen – die oft in der Kindheit oder in früheren schmerzhaften Trennungen liegen – reflektiert, lässt sich das Vertrauen in Beziehungen Schritt für Schritt wieder aufbauen.
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