Wo in Deutschland am wenigsten Ausländer leben

In Deutschland variiert der Anteil ausländischer Staatsbürger je nach Region deutlich. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. Bundesweit leben die wenigsten Ausländer in ostdeutschen Landkreisen. Hier liegen die Werte deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Der geringste Ausländeranteil wurde in den Landkreisen Hildburghausen in Thüringen und Elbe-Elster in Brandenburg gemessen – jeweils bei nur 1,9 Prozent. Diese Zahlen spiegeln eine historische und strukturelle Entwicklung wider: Viele ostdeutsche Regionen haben seit der Wende mit Abwanderung und einem geschrumpften Bevölkerungsstand zu kämpfen, was auch dazu führt, dass weniger Zuwanderer dorthin ziehen.

In Westdeutschland ist der niedrigste Anteil im Landkreis Bayreuth in Oberfranken zu finden. Dort leben ebenfalls vergleichsweise wenige ausländische Bürger. Der Grund liegt oft in der ländlichen Struktur, der geringeren wirtschaftlichen Anbindung an internationale Arbeitsmärkte und der geringeren Anzahl an größeren Städten, die typischerweise Zuwanderung anziehen.

Interessant ist, dass Städte mit großer wirtschaftlicher Bedeutung wie Frankfurt, München oder Hamburg deutlich höhere Ausländeranteile haben – teilweise über 20 Prozent. Dort bieten sich mehr Arbeitsmöglichkeiten, internationale Kontakte und ein vielfältiges Umfeld, das Zuwanderer anzieht.

Die Verteilung der ausländischen Bevölkerung in Deutschland zeigt also deutlich: Die Region macht den Unterschied. Während Ballungszentren und wirtschaftlich starke Gebiete internationaler werden, bleiben viele ländliche und strukturschwache Gegenden vergleichsweise homogen.

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