Harald Schmidt: Ein bekennender Hypochonder und seine Vorsorge

Der bekannte deutsche Entertainer und ehemalige ARD-Late-Night-Talker Harald Schmidt macht kein Geheimnis aus seiner ganz speziellen Sicht auf die Gesundheit. Er gilt als einer der prominentesten bekennenden Hypochonder des Landes. Was viele Menschen als Belastung empfinden, nimmt Schmidt oft mit seinem ganz eigenen, zynischen Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie.

Seine ausgeprägte Sorge vor Krankheiten führt jedoch nicht nur zu skurrilen Pointen auf der Bühne, sondern hat auch ganz praktische Konsequenzen im realen Leben. Bereits im Jahr 2007 sorgte Schmidt für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass er wegen seiner Ängste Nägel mit Köpfen gemacht und seinen Nachlass geregelt hat. Die Erstellung seines Testaments war für ihn ein logischer Schritt, um trotz der ständigen Angst vor dem gesundheitlichen Verfall alles in geordneten Bahnen zu wissen.

In der Psychologie ist die Hypochondrie eine ernstzunehmende Störung, bei der Betroffene fest davon überzeugt sind, körperlich krank zu sein, obwohl es keinen medizinischen Befund gibt. Bei Harald Schmidt verschwimmen hierbei oft die Grenzen zwischen echter Marotte und humoristischer Inszenierung. Sicher ist jedoch: Seine Offenheit im Umgang mit dem Thema hat die vermeintliche Schwäche im Laufe der Jahre zu seinem Markenzeichen gemacht und zeigt, dass man selbst den eigenen Ängsten mit einem Augenzwinkern begegnen kann.

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