Ein seltenes Glücksstück vom Himmel: Meteoriten in Deutschland

Die meisten Meteoriten fallen nachts und landen meist in entlegenen Gegenden wie Wüsten – dort bleiben sie oft jahrelang unbemerkt. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein Himmelskörper direkt in Deutschland einschlägt. In Schleswig-Holstein etwa gab es bisher erst drei bekannte Funde, was die Entdeckung besonders wertvoll macht.

Der erste dokumentierte Fund stammt aus dem Jahr 1962 und wurde in Kiel entdeckt. Danach folgte 2019 ein weiterer in Flensburg, der als „Flensburg-Meteorit“ sogar organische Bausteine des Lebens enthielt – eine Sensation für die Wissenschaft. Und im Mai 2023 schlug ein weiterer Himmelskörper bei Elmshorn ein, weckte große Aufmerksamkeit und löste bei Sammlern reges Interesse aus.

Über 100.000 Euro wurden laut NDR für den Meteoriten aus Elmshorn geboten.

Ein solcher Preis zeigt, wie selten und bedeutend solche Funde sind – gerade in Europa. Die meisten Meteoriten stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Auf ihrem Weg zur Erde glühen sie in der Atmosphäre auf, und nur die härtesten Überreste erreichen den Boden. Dass einer genau in einem bewohnten Gebiet landet, ist extrem unwahrscheinlich.

Die Entdeckung bei Elmshorn war daher nicht nur ein Zufallstreffer, sondern auch ein Glücksfall für Forscher und Sammler gleichermaßen. Denn jeder dieser Steine aus dem Weltall trägt Geheimnisse in sich – vom Ursprung des Sonnensystems bis zu den ersten Bausteinen des Lebens. Und manchmal, ganz selten, fallen diese Geheimnisse direkt vor unsere Haustür.

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