Wie sagt man umgangssprachlich „kaputt gehen“?
Wenn etwas nicht mehr funktioniert, sagt man im Deutschen oft: „Das ist kaputt gegangen.“ Doch es gibt viele andere, teilweise sehr lebendige Ausdrücke – besonders im umgangssprachlichen Bereich.
So kann etwas zum Beispiel aufplatzen, etwa ein Reifen oder ein Ball. Bersten klingt dramatischer und wird oft bei Rohren oder Glas verwendet. Wenn eine Scheibe zerbricht, sagt man: „Es ist in Scherben gegangen.“ Das ist bildhaft und trifft den Moment des Zerbrechens genau.
Bei elektrischen Geräten oder Hoffnungen hingegen hört man auch einbrechen oder einfallen. „Die Hoffnung ist eingebrochen“ – das klingt zwar metaphorisch, zeigt aber, wie stark Sprache Emotionen verbinden kann. Auch einsinken wird manchmal benutzt, besonders wenn etwas körperlich oder übertragen zusammenbricht – wie ein kaputter Stuhl oder ein müder Mensch.
Im ganz normalen, informellen Gespräch sagt man oft einfach: „Das ist draufgegangen“ oder „Das ist futsch“. Beides ist umgangssprachlich, kommt aber im Alltag häufig vor – besonders bei Dingen, die nicht mehr zu retten sind. „Futsch“ stammt übrigens aus der Kinder- und Jugendsprache und hat sich im Laufe der Zeit im allgemeinen Wortschatz eingeschlichen.
Je nach Situation und Tonlage wählt man den passenden Ausdruck – mal neutral, mal drastisch, mal fast schon humorvoll. Die deutsche Sprache bietet da eine erstaunliche Vielfalt, um auszudrücken, dass etwas einfach nicht mehr funktioniert.
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