Können Nebenwirkungen der Chemotherapie auch die Augen betreffen?

Ja, die Chemotherapie kann durchaus Auswirkungen auf die Augen haben. Viele Patienten berichten während oder nach der Behandlung über ein unangenehmes Spannungsgefühl, Brennen oder ein Gefühl, als hätte man einen Fremdkörper im Auge. Diese Beschwerden hängen oft mit trockenen Augen zusammen – eine häufige Nebenwirkung der Krebstherapie.

Chemotherapeutika wirken zwar gezielt gegen Krebszellen, können aber leider auch gesundes Gewebe beeinträchtigen. Die Tränenfilmproduktion wird dabei oft gestört, was die Augen trocken, empfindlich und anfälliger für Reizungen macht. Auch Bestrahlungen im Kopf- und Gesichtsbereich oder bestimmte Begleitmedikamente können das Auge belasten und zu ähnlichen Symptomen führen.

Trockene Augen sind zwar keine lebensbedrohliche Nebenwirkung, aber sie beeinträchtigen die Lebensqualität – besonders bei Menschen, die ohnehin unter einer schweren Erkrankung leiden. Deshalb ist es wichtig, Augenbeschwerden frühzeitig anzusprechen. Oft helfen schon spezielle Augentropfen ohne Konservierungsstoffe oder Tränenersatzpräparate, um die Reibung auf der Hornhaut zu verringern und das Wohlbefinden zu verbessern.

Ein Besuch beim Augenarzt im Rahmen der Krebsbehandlung kann sinnvoll sein, um die Ursache genau abzuklären und die richtige Linderung zu finden. Auch einfache Maßnahmen wie ausreichend Flüssigkeit trinken, trockene Luft vermeiden oder auf den Gebrauch von Kontaktlinsen verzichten, können helfen. Die Augen während der Chemotherapie bewusst im Blick zu behalten, ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt für mehr Wohlbefinden in der Therapie.

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