Vorhofflimmern: Behandlung mit Tabletten möglich?

Ja, Vorhofflimmern kann sehr gut mit Tabletten behandelt werden. Eine der Hauptzielformen der Therapie ist die Reduzierung des erhöhten Schlaganfallrisikos, das durch diese Herzrhythmusstörung entsteht. Durch eine gezielte medikamentöse Gerinnungshemmung lässt sich dieses Risiko deutlich senken. Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten oder Menschen mit weiteren Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes ist diese Behandlung besonders wichtig.

Doch nicht nur das Schlaganfallrisiko, auch das Vorhofflimmern selbst lässt sich medikamentös beeinflussen. Ärztinnen und Ärzte wählen je nach individueller Situation unterschiedliche Ansätze. Bei manchen Menschen steht die Kontrolle der Herzfrequenz im Vordergrund, bei anderen die Wiederherstellung des normalen Rhythmus. Antiarrhythmika können dabei helfen, das Herz wieder in Takt zu bringen oder ein Wiederauftreten der Störung zu verhindern.

Die Wahl der richtigen Medikamente hängt von vielen Faktoren ab – vom Alter, von Begleiterkrankungen, von der Dauer der Rhythmusstörung oder auch von der individuellen Belastbarkeit. Deshalb ist die Therapie immer auf die betroffene Person zugeschnitten. Regelmäßige Kontrollen sind ebenso wichtig wie eine offene Kommunikation mit dem medizinischen Team.

Obwohl Vorhofflimmern keine Seltenheit ist, lässt es sich heute gut in den Griff bekommen. Mit den richtigen Tabletten und einer engmaschigen Betreuung können Betroffene trotz Erkrankung ein weitgehend normales Leben führen. Wichtig ist, frühzeitig zu handeln und die Therapie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

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