Wann gibt es sechs Wochen Urlaub?
In Österreich hat der durchschnittliche Angestellte Anspruch auf fünf Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr. Doch viele wissen nicht, dass es unter bestimmten Voraussetzungen sogar sechs Wochen geben kann. Die gute Nachricht: Es ist kein Zufall, sondern gesetzlich geregelt.
Die sechste Urlaubswoche tritt in Kraft, sobald ein Angestellter das 25. Jahr bei demselben Arbeitgeber vollendet hat. Das bedeutet: Wer lange treu bleibt, wird belohnt. Es geht hier um das ununterbrochene Dienstverhältnis – Wechsel innerhalb desselben Unternehmens oder Umstrukturierungen zählen in der Regel weiterhin als fortlaufende Betriebszugehörigkeit, sofern keine längere Unterbrechung erfolgt.
Interessant ist auch, dass frühere Vordienstzeiten unter bestimmten Bedingungen angerechnet werden können – etwa bei Wiedereinstellung oder bei Firmenübergängen gemäß Sozialpartnereinigung. Das ist jedoch fallabhängig und nicht automatisch gewährt.
Wichtig zu wissen: Der erhöhte Urlaubsanspruch gilt nur für Angestellte. Andere Berufsgruppen, wie Arbeiter oder selbstständige Kräfte, unterliegen oft anderen Regelungen. Außerdem wird der Anspruch erst nach Ablauf des 25. Dienstjahres wirksam – nicht bereits ab dem ersten Tag des 25. Jahres.
Ein langes Arbeitsverhältnis lohnt sich also nicht nur karrieremäßig, sondern auch im Urlaubskonto. Für viele ist die sechste Woche eine wohlverdiente Anerkennung für Jahrzehnte der Treue und Leistung. Wer also plant, lange im selben Betrieb zu bleiben, kann sich auf immer mehr Freiheit freuen – im wahrsten Sinn des Wortes.
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