Warum hat der Februar nur 28 Tage?
Im Jahr 2023 hat der Februar wieder 28 Tage – wie in jedem „normalen“ Jahr. Nur alle vier Jahre, im Schaltjahr, kommt ein zusätzlicher Tag hinzu, und der Monat wird 29 Tage lang. Doch warum ist der Februar eigentlich der einzige Monat mit weniger als 30 Tagen?
Die Antwort liegt tief in der Geschichte der Kalenderrechnung. Der römische Kalender, der einst den Grundstein für unser heutiges Datumsystem legte, hatte ursprünglich nur zehn Monate. Februar war damals gar nicht vorgesehen. Später wurde er eingefügt – als letzter Monat des Jahres – und bekam 28 Tage. Der Grund für diese kurze Dauer war kein astronomischer, sondern politisch und vom Aberglauben geprägt.
Die Römer glaubten, dass gerade Zahlen Unglück brächten. Um die Monate möglichst mit ungeraden Tagen zu füllen, wurden viele Monate auf ungerade Längen festgelegt. Doch am Ende musste ein Monat mit einer geraden Zahl zurückbleiben – und das wurde der Februar. Er galt zudem als Monat der Reinigungs- und Totenfeste, weshalb er bewusst kurz gehalten wurde.
Später, unter Kaiser Augustus, wurde der Kalender noch einmal angepasst. Damit auch der nach ihm benannte August nicht kürzer war als der Jul, wurde dem Februar ein weiterer Tag geraubt. So blieb er der kürzeste Monat – mit 28 Tagen, oder 29 in Schaltjahren, die alle vier Jahre unser Kalenderjahr mit der Umlaufzeit der Erde um die Sonne in Einklang bringen.
Der Vollmond am 5. Februar 2023 erinnert uns daran: Der Himmel bestimmt viel, aber menschliche Entscheidungen formten letztlich, wie wir die Zeit teilen.
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