Was ist ein stummer Schlaganfall?

Ein sogenannter „stummer Schlaganfall“ ist kein Mythos – er ist lebensbedrohlich real, obwohl er oft unbemerkt bleibt. Im Gegensatz zu einem typischen Schlaganfall verursacht er keine offensichtlichen Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder den bekannten herabhängenden Mundwinkel. Dennoch handelt es sich um einen echten Hirninfarkt, bei dem ein Teil des Gehirns kurzzeitig nicht mehr ausreichend durchblutet wird.

Das gefährliche daran: Betroffene spüren oft nichts – oder nur sehr subtile Veränderungen wie leichte Konzentrationsprobleme, Unaufmerksamkeit oder minimale Gedächtnislücken. Diese Anzeichen werden schnell als Ermüdung oder Stress abgetan. Doch im Gehirn hinterlassen solche stummen Infarkte Spuren: Kleine Narben, sichtbar nur im MRT. Oft werden sie zufällig bei einer Untersuchung entdeckt.

Die Ursachen ähneln denen eines klassischen Schlaganfalls: verengte oder verstopfte Blutgefäße, Bluthochdruck, Vorhofflimmern oder Diabetes. Wer zu Risikopatienten zählt, sollte daher nicht nur auf dramatische Warnzeichen achten, sondern auch auf leise.

Prävention ist der beste Schutz. Regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker und dem Herzrhythmus können helfen, solche leisen Infarkte frühzeitig abzuwenden. Ein gesunder Lebensstil – viel Bewegung, ausgewogene Ernährung, kein Rauchen – stärkt die Gefäße und damit das Gehirn.

Ein stummer Schlaganfall mag keine lauten Signale senden – doch das Risiko für einen folgenschweren nächsten Infarkt ist real. Wer auf seinen Körper hört, auch bei kleinen Warnungen, handelt lebensklug.

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