Wann wird Alkohol zur Gefahr?
Alkohol gehört für viele zum Alltag – ob beim Feiern, zur Entspannung oder beim Essen. Doch wann ist die Grenze überschritten, an der das Trinken zur Gefahr wird? Die Antwort liegt nicht nur im häufigen Genuss, sondern vor allem in der Menge.
Was gilt als riskant?Laut Suchtexperten ist bereits ein täglicher Konsum von mehr als 10 bis 12 Gramm reinem Alkohol für Frauen und über 20 bis 24 Gramm für Männer riskant. Übersetzt heißt das: Eine halbe bis eine Flasche Bier oder ein kleines Glas Wein pro Tag können bei Männern, und schon weniger bei Frauen, langfristig gesundheitliche Schäden verursachen – auch wenn das noch nicht nach viel klingt.
Die Gefahr steigt, wenn das Trinken zum Ritual wird: Morgens etwas gegen den Kater, abends, um runterzukommen, oder allein aus Gewohnheit. Wer merkt, dass er ohne Alkohol schlecht gelaunt, angespannt oder unfähig ist, Stress zu bewältigen, sollte hellhörig werden.
Wann spricht man von Sucht?Alkoholabhängigkeit beginnt oft schleichend. Kennzeichen sind: Kontrollverlust beim Trinken, Toleranzentwicklung (man verträgt mehr) und körperliche oder psychische Abhängigkeit. Wer trotz negativer Folgen – im Job, in der Familie oder gesundheitlich – nicht aufhören kann, ist oft bereits betroffen.
Wichtig ist: Hilfe zu suchen, bevor es zu spät ist. Viele schämen sich – doch Sucht ist keine Schwäche, sondern eine Erkrankung. Frühe Beratung kann viel verhindern. Man muss nicht erst „am Boden“ sein, um Unterstützung zu nutzen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.