Ansteckungsgefahr bei MRSA: Wie lange ist der Keim übertragbar?

Bei einer Besiedlung oder Infektion mit MRSA stellt sich für Betroffene und Angehörige oft die Frage, wie lange eine Ansteckungsgefahr besteht. Grundsätzlich gilt: Erkrankte oder besiedelte Personen sind genau so lange ansteckend, wie das Bakterium im Körper oder auf der Haut nachgewiesen werden kann.

Ohne eine gezielte medizintechnische und hygienebezogene Behandlung, die sogenannte Sanierung, kann der Keim extrem hartnäckig sein. Die Tragedauer von MRSA kann ohne Gegenmaßnahmen über ein Jahr oder sogar noch länger undauern. Während dieser Zeit bleibt das Risiko hoch, den Erreger durch direkten Kontakt oder verunreinigte Gegenstände auf andere Menschen zu übertragen.

Eine Entwarnung gibt es erst, wenn die Erregerfreiheit durch Abstriche medizinisch bestätigt wurde. Standardmäßig müssen nach Abschluss der Sanierungstherapie mindestens drei aufeinanderfolgende Kontrollabstriche negativ ausfallen. Erst dann gilt ein Patient als nicht mehr ansteckend und spezielle Schutz- und Isolationsmaßnahmen können aufgehoben werden.

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