Warum Schwangere im letzten Drittel nicht auf dem Rücken liegen sollten
Im letzten Drittel der Schwangerschaft wird Frauen oft geraten, sich nicht mehr auf den Rücken zu legen – beim Schlafen genauso wie beim Ausruhen. Der Grund liegt in der Wirkung des Gewichts der Gebärmutter. Liegt die Schwangere auf dem Rücken, kann die Last auf die Hinterhauptvene (Vena cava inferior) drücken, eine große Vene, die das Blut zum Herzen zurückführt. Dieser Druck kann die Blutzirkulation beeinträchtigen und zu einem Abfall des Blutdrucks führen. Symptome wie Schwindel, Atemnot oder Übelkeit können die Folge sein.
Glücklicherweise passen sich die meisten Schwangeren intuitiv an: Viele bemerken bereits im siebten oder achten Schwangerschaftsmonat, dass die Rückenlage unbequem wird. Sie drehen sich dann ganz natürlich in die Seitenlage, oft sogar ohne es bewusst zu entscheiden. Besonders die linke Seitenlage gilt als optimal, da sie eine gute Durchblutung der Gebärmutter und des Babys fördert.Manche Frauen spüren die Beschwerden stärker, andere kaum – doch die Empfehlung bleibt gleich: Je näher der Geburtstermin rückt, desto besser ist es, die Rückenlage zu vermeiden. Auch beim Schlafen ist eine leichte Neigung zur Seite, etwa durch Kissen gestützt, oft schon ausreichend, um Druck von wichtigen Gefäßen zu nehmen. So kann Ruhe geschaffen werden – für Mutter und Kind.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.