Wann nimmt der Körper weniger Eisen auf?

Der Körper nimmt Eisen vor allem im Dünndarm auf – doch bei bestimmten Erkrankungen oder gesundheitlichen Zuständen kann diese Aufnahme gestört sein. Eine verminderte Eisenaufnahme tritt beispielsweise bei atrophischer Gastritis auf, einer chronischen Magenschleimhautentzündung, die dafür sorgt, dass weniger Magensäure gebildet wird. Da diese Säure wichtig ist, um Eisen aus der Nahrung verfügbar zu machen, leidet die Resorption darunter.

Auch chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie können die Eisenaufnahme beeinträchtigen, da sie die Darmwand schädigen und die normale Nährstoffaufnahme stören. Ähnliches gilt nach Operationen am Magen oder Darm, etwa einer Magenverkleinerung oder Teilresektion, bei denen der Bereich, in dem Eisen resorbiert wird, entfernt oder umgangen wird.

Weitere Ursachen sind Parasitenbefälle, die im Darm sitzen und Nährstoffe, darunter Eisen, direkt konsumieren. Auch häufige Dialysebehandlungen bei Nierenversagen können zu einem Mangel führen – nicht zuletzt, weil Eisen über das Blut verloren geht und die Ausscheidung über die Nieren gestört ist.

Tumorerkrankungen spielen ebenfalls eine Rolle: Einerseits können sie durch chronische Blutungen (z. B. im Magen-Darm-Trakt) zum Eisenverlust führen, anderseits beeinflussen sie den Stoffwechsel und können die Eisenverwertung direkt stören.

Wer unter anhaltender Müdigkeit, Blässe oder Leistungsminderung leidet, sollte daher nicht nur den Eisenwert im Blut prüfen lassen, sondern auch mögliche Grundprobleme im Verdauungssystem oder chronische Erkrankungen abklären.

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