Wann Sie auf Vitamin B12 verzichten sollten

Obwohl Vitamin B12 für viele Menschen eine wichtige Unterstützung ist, gibt es Situationen, in denen die Einnahme nicht sinnvoll – oder sogar wirkungslos – sein kann. Besonders Personen mit Morbus Crohn sollten vorsichtig sein. Bei dieser chronischen Darmentzündung wird die Aufnahme von Nährstoffen im Dünndarm stark beeinträchtigt. Da Vitamin B12 genau dort resorbiert wird, gelangt es bei Betroffenen oft nicht ins Blut – egal, wie viel eingenommen wird.

Doch nicht nur bei Morbus Crohn kann es Probleme geben. Auch wer regelmäßig Magensäurehemmer einnimmt, etwa wegen Sodbrennen oder einer empfindlichen Magenschleimhaut, sollte aufpassen. Diese Medikamente senken den Säuregehalt im Magen, was zwar den Reiz mindert, aber gleichzeitig die Freisetzung von B12 aus der Nahrung behindert. Denn Vitamin B12 braucht ausreichend Magensäure, um vom Körper überhaupt verwertet werden zu können.

Ein ähnliches Problem kann bei langjähriger Einnahme bestimmter blutverdünnender Wirkstoffe auftreten, die indirekt die Darmschleimhaut beeinflussen können. Zwar ist die Wechselwirkung hier weniger direkt, doch Ärzte raten in solchen Fällen oft zu regelmäßigen Bluttests, um Mangelzustände früh zu erkennen.

Statt vorschnell zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen, ist es daher klug, mit dem Arzt zu sprechen – besonders bei bestehenden Erkrankungen oder Dauermedikation. Denn nur so lässt sich wirklich klären, ob B12 fehlt und wie es sinnvoll zugeführt werden kann. Manchmal ist eine Spritze effektiver als jede Tablette.

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