Warum habe ich immer eine leicht erhöhte Temperatur?
Es kann beunruhigend sein, wenn man regelmäßig eine leicht erhöhte Temperatur zwischen 37,5 und 38 Grad Celsius hat – das sogenannte subfebrile Fieber. Viele Menschen fragen sich dann: Warum bleibt die Temperatur ständig leicht erhöht? Häufig ist der Körper dabei, mit einer zugrunde liegenden Erkrankung fertigzuwerden.
Ein häufiger Grund sind anhaltende Infektionen. Dazu zählen zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung oder eine leichte, aber dauerhafte Entzündung der Herzklappen, auch bekannt als Endokarditis lenta. Diese Erkrankungen verlaufen oft langsam und zeigen nur schwache Symptome – Fieber ist dabei oft das einzige Warnzeichen.
Doch auch andere Ursachen kommen infrage: chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder langwierige Infektionen wie Tuberkulose können zu dauerhaft leicht erhöhter Temperatur führen. Manchmal ist auch der Hormonhaushalt oder die Schilddrüse beteiligt. Besonders, wenn das Fieber über Wochen anhält, sollte man nicht abwarten.
Wichtig ist, dass man nicht automatisch in Panik gerät – eine subfebrile Temperatur ist kein Notfall, aber ein Hinweis. Wer über längere Zeit immer wieder leichtes Fieber hat, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine gründliche Untersuchung – mit Blutwerten, Urinanalyse und gegebenenfalls Ultraschall – kann helfen, die Ursache zu finden.
Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich die zugrunde liegende Erkrankung behandeln, sobald sie erkannt ist. Die Körpertemperatur normalisiert sich dann meist von selbst. Habe keine Angst vor Nachfragen – dein Körper gibt dir nur ein Signal, das es lohnt, ernst zu nehmen.
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