Warum das Wetter uns müde macht

Wenn die Tage kürzer werden und der Himmel grau über uns hängt, fühlen sich viele plötzlich erschöpft – nicht krank, aber einfach ausgelaugt. Das liegt oft am Wetter. Kühle, nasskalte Luft und das Fehlen von Sonnenlicht beeinflussen unsere innere Uhr und unsere Stimmung. Besonders im Herbst und Winter bemerken das viele: Die Energie sinkt, das Verlangen, es sich drinnen gemütlich zu machen, steigt.

Unser Körper reagiert empfindlich auf Lichtmangel. Bei weniger Tageslicht produziert der Körper mehr Melatonin – das Schlafhormon. Dadurch fühlen wir uns schneller müde, sind weniger konzentriert und manchmal sogar niedergeschlagen. Diese Reaktion ist ganz natürlich, doch sie fällt von Person zu Person unterschiedlich stark aus. Wer etwa unter saisonaler Depression leidet, spürt die Auswirkungen besonders deutlich.

Doch auch Hitzewellen können zählen. Lange Sonnenexposition führt nicht nur zu Sonnenbrand, sondern kann den Kreislauf belasten. Die Hitze lässt uns langsamer werden, wir fühlen uns abgeschlagen. Im Gegensatz dazu lässt kaltes Wetter den Körper mehr Energie darauf verwenden, Wärme zu halten – auch das führt zu Ermüdung.

Wetteränderungen im Allgemeinen – etwa ein plötzlicher Wechsel von Sonne zu Regen oder ein drückender Luftdruck – können zudem Kopfschmerzen oder Unwohlsein auslösen. Manche Menschen spüren das stärker, andere kaum.

Wer sich trotz trübem Wetter fit fühlen möchte, sollte viel Tageslicht tanken, sich bewegen und ausreichend trinken. Ein Spaziergang am Mittag kann helfen, den Kreislauf anzukurbeln – selbst bei Bewölkung. Denn auch hinter Wolken steckt oft genug Licht, um dem Körper ein Signal zu geben: „Es ist noch Zeit für Energie.“

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