Warum Wasser in der Mikrowelle gefährlich sein kann
Wasser in der Mikrowelle zu erhitzen, scheint eine harmlose Sache zu sein – doch das kann unter bestimmten Umständen überraschend gefährlich werden. Der Grund: In der Mikrowelle kann Wasser über seinen Siedepunkt hinaus erwärmt werden, ohne dass es blubbert oder sichtbar kocht. Dieses Phänomen nennt man Überhitzung.
Tritt eine Dampfblase im richtigen Moment im heißen Wasser auf, entsteht schlagartig siedendes Wasser, das regelrecht „explodiert“. Passiert das, sobald man das Gefäß herausnimmt oder beispielsweise einen Teebeutel hineinlegt, kann das Wasser schlagartig überkochen. Die Folge: Heiße Flüssigkeit spritzt heraus und kann zu schweren Verbrühungen führen.
Das Risiko ist besonders hoch, wenn man destilliertes oder sehr reines Wasser in einem glatten, sauberen Glas oder Becher erhitzt – denn an Unebenheiten oder kleinen Bläschen im Glas entsteht normalerweise die nötige Stelle, an der Dampf entweichen kann. In der Mikrowelle fehlt diese oft.
Um das zu vermeiden, sollte man das Wasser nicht zu lange erhitzen und immer einen Holzspieß oder einen nicht-metallischen Löffel mit in das Gefäß legen. So entstehen genug Ansatzpunkte für Blasen, und das Wasser kann sicher kochen.
Außerdem gilt generell: Nach dem Erhitzen das Wasser mindestens eine Minute lang in Ruhe lassen, bevor man es bewegt. Eine kleine Vorsichtsmaßnahme – die viel Ärger verhindern kann.
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