Warum Scheidentrockenheit mit dem Alter zunimmt
Im Laufe des Lebens verändert sich der Körper einer Frau – besonders in den Wechseljahren. Eine häufige Beschwerde ist die trockene Scheide. Hintergrund: Der Östrogenspiegel sinkt, was ganz natürliche Auswirkungen hat. Östrogen ist nicht nur für den Zyklus verantwortlich, sondern sorgt auch dafür, dass die Scheidenwände elastisch und feucht bleiben.
Wenn dieser Hormonspiegel abnimmt, werden die Schleimhäute dünner, verlieren an Elastizität und sind leichter reizbar. Mediziner sprechen dann von vaginaler Atrophie – einem Begriff, der schlicht beschreibt, dass das Gewebe weniger Durchblutung und Feuchtigkeit erhält. Das führt nicht nur zu Trockenheit, sondern kann auch Juckreiz, Brennen oder Unbehagen beim Geschlechtsverkehr verursachen.
Die Durchblutung von Vagina und Schamlippen nimmt mit zunehmendem Alter ebenfalls ab. Dieser Prozess ist völlig normal, doch viele Frauen fühlen sich unsicher oder allein mit dem Thema. Dabei ist Scheidentrockenheit weit verbreitet – und vor allem: behandelbar.
Was hilft? Lokale Östrogenpräparate, feuchtigkeitsspendende Intimpflege oder Gleitmittel können deutliche Linderung bringen. Wichtig ist, offen mit dem Arzt oder der Ärztin darüber zu sprechen. Oft reicht schon eine kleine Unterstützung, um das Wohlbefinden wieder zu steigern.
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