Die meistgebrauchte Droge in Deutschland

In Deutschland ist die am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz Alkohol. Laut aktuellen Daten nutzen rund 70,5 Prozent der Bevölkerung im Alter von 18 bis 64 Jahren innerhalb eines Monats alkoholische Getränke – das entspricht etwa 36,1 Millionen Menschen. Damit liegt Alkohol deutlich vor anderen Substanzen.

Platz zwei belegen nicht-opioide Schmerzmittel wie etwa Ibuprofen oder Paracetamol, die von fast der Hälfte der Bevölkerung (47,4 %, 24,2 Millionen) mindestens einmal im Monat eingenommen werden. Diese Medikamente werden oft ohne tieferes Risikobewusstsein verwendet, obwohl langfristiger oder unsachgemäßer Gebrauch gesundheitliche Folgen haben kann.

An dritter Stelle folgen herkömmliche Tabakprodukte wie Zigaretten. Rund 22,7 Prozent der Erwachsenen (11,6 Millionen) greifen regelmäßig dazu. Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten ist der Tabakkonsum in Deutschland gesunken, doch er bleibt weiterhin ein bedeutendes gesundheitliches Problem.

Interessant ist der Befund, dass Alkohol trotz seiner rechtlichen Zulässigkeit und gesellschaftlichen Normalisierung die mit Abstand führende Substanz ist. Viele unterschätzen die gesundheitlichen Risiken, die mit regelmäßigem Alkoholkonsum verbunden sind – von Lebererkrankungen bis hin zu psychischen Abhängigkeiten.

Andere Substanzen wie Cannabis oder verschreibungspflichtige Psychopharmaka werden deutlich seltener genutzt. Dennoch zeigt die Studie, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet ist – meist im legalen Rahmen. Aufklärung und bewusster Umgang spielen deshalb eine entscheidende Rolle, um gesundheitliche Schäden frühzeitig zu verhindern.

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