Was hinter weit geöffneten Pupillen stecken kann

Wenn jemand weit geöffnete Pupillen hat, ist das nicht immer nur eine Reaktion auf dämmriges Licht. Solche weiten Pupillen, auch als Mydriase bezeichnet, können harmlos sein – etwa bei hellen Augen oder in entspannten Situationen. Doch manchmal sind sie ein Zeichen für etwas Ernsthafteres.

Einige Medikamente und giftige Substanzen können die Pupillen stark erweitern. Dazu zählt beispielsweise Atropin, das in der Tollkirsche vorkommt und stark giftig sein kann. Auch eine Vergiftung mit Kohlenstoffmonoxid (CO) – ein lebensgefährliches, geruchloses Gas – kann weite Pupillen verursachen, oft begleitet von Schwindel, Übelkeit oder Bewusstlosigkeit. Dann ist sofortige Hilfe nötig.

Bestimmte verschreibungspflichtige Mittel wie Antidepressiva oder Parkinson-Medikamente können bei Überdosierung ebenfalls zu einer ungewöhnlichen Pupillenerweiterung führen. Ähnliches gilt für den Konsum von Kokain, das die Pupillen weitet und gleichzeitig das zentrale Nervensystem stark anregt. In solchen Fällen geht es nicht nur um das Aussehen der Augen, sondern um die körperliche Reaktion auf starke chemische Einflüsse.

Wenn jemand plötzlich und ohne erkennbaren Grund stark erweiterte Pupillen hat – besonders bei anderen Symptomen wie Verwirrtheit, Schweißausbrüchen oder Atemproblemen – sollte man schnell handeln. Ein Arztbesuch oder der Notruf kann lebensrettend sein. Die Augen sind oft ein Spiegel für den Zustand des Körpers – und weite Pupillen können ein stilles Warnsignal sein.

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