Was passiert im Kopf bei einer Psychose?

Bei einer Psychose verlieren Betroffene zeitweise den Kontakt zur Realität. Das kann beängstigend sein – für die betroffene Person, aber auch für ihr Umfeld. Typisch sind sogenannte Wahnvorstellungen: Man fühlt sich plötzlich verfolgt, kontrolliert oder beobachtet, obwohl keine Gefahr besteht. Beim Beziehungswahn etwa glauben Menschen, alle würden über sie reden, lachen oder ihnen heimlich Zeichen geben – im Fernsehen, in Gesprächen oder sogar in Zeitungsartikeln.

Weitere Formen des Wahns sind der Verfolgungswahn, bei dem jemand überzeugt ist, bedroht zu werden, oder der Kontrollwahn, bei dem man das Gefühl hat, von außen gesteuert zu werden. Beim Größenwahn sieht sich der Betroffene plötzlich als besondere Persönlichkeit – etwa als Berühmtheit oder auserwählte Figur mit einer wichtigen Mission. Auch körperbezogener Wahn kommt vor: Menschen leiden unter der festen Überzeugung, krank zu sein oder dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmt – obwohl Ärzte keine Ursache finden.

Hinzu kommen oft Halluzinationen. Das bedeutet: Man sieht, hört oder fühlt Dinge, die nicht da sind. Besonders häufig sind Stimmen, die beleidigen, befehlen oder kommentieren – scheinbar aus dem Nichts. Diese Erfahrungen fühlen sich für den Betroffenen absolut real an.

Die Ursachen einer Psychose sind vielfältig. Stress, genetische Veranlagung, Drogen oder psychische Erkrankungen wie Schizophrenie können eine Rolle spielen. Wichtig ist: Eine Psychose ist behandelbar. Mit Therapie, manchmal auch Medikamenten, können viele Betroffene wieder stabil werden. Der Schlüssel ist, früh Hilfe zu suchen – und nicht wegzuschauen, wenn jemand in Not ist.

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