Was dem Diplom entspricht – Ein akademischer Vergleich

Das Diplom, das an vielen deutschen Hochschulen vor der Einführung des Bachelor- und Master-Systems verliehen wurde, entspricht in der Regel heutzutage einem Masterabschluss. Obwohl es keine exakte Umrechnung gibt, wird das Diplom in der Regel mit einem Master gleichgesetzt – vor allem, wenn es sich um ein fünf- bis sechsjähriges Studium handelte.

Studierende, die damals ein Diplom erwarben, durchliefen eine Ausbildung, die sowohl grundlegende als auch vertiefte Inhalte umfasste. Inhaltlich setzte sich das Diplomstudium aus Elementen zusammen, die heute auf Bachelor- und Masterstudiengänge verteilt sind. Das heißt: Man absolvierte eine breite Grundausbildung, gefolgt von einer intensiven Spezialisierung – ähnlich wie im heutigen zweistufigen System.

Seit der Bologna-Reform wurden die meisten Studiengänge in Deutschland auf Bachelor und Master umgestellt. Dennoch bleibt das Diplom ein vollwertiger Abschluss, der im In- und Ausland anerkannt ist. Arbeitgeber und Hochschulen behandeln es meist auf Augenhöhe mit einem Master – besonders bei technischen, naturwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Fächern.

Wer heute ein Diplom vorweist, hat also einen Abschluss in der Hand, der zeitlich und inhaltlich dem heutigen Masterstudium nahekommt**. Auch wenn die Bezeichnung heute seltener vorkommt, verliert der Titel nichts an Wert. Im Gegenteil: In manchen Bereichen gilt das Diplom sogar als besonders gründlich und anspruchsvoll.

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