Wie funktioniert eine Stop-Limit-Order?
Wer in Aktien investiert, möchte nicht nur von steigenden Kursen profitieren, sondern auch Verluste begrenzen – besonders bei volatilen Werten. Eine Stop-Limit-Order ist dabei ein nützliches Werkzeug, um mehr Kontrolle über den Verkauf von Aktien zu haben.
Im Prinzip kombiniert diese Order zwei Schwellen: einen Stop-Preis und einen Limit-Preis. Sobald der Kurs der Aktie auf den festgelegten Stop-Preis fällt, wird automatisch eine Limit-Order ausgelöst. Das bedeutet: Der Verkauf soll erst dann erfolgen, wenn ein bestimmter Mindestkurs – der Limit-Preis – erreicht wird.
Stellen Sie sich vor, Sie besitzen eine Aktie, die bei 100 Euro notiert. Sie setzen eine Stop-Limit-Order mit einem Stop bei 90 Euro und einem Limit von 88 Euro. Fällt der Kurs auf 90 Euro, wird die Order aktiviert – aber nur, wenn Sie die Aktie noch für mindestens 88 Euro verkaufen können. Sollte der Markt jedoch stürzen und unter 88 Euro fallen, bleibt die Order unerfüllt. Das kann ein Nachteil sein, schützt aber davor, viel tiefer als gewollt zu verkaufen.
Im Gegensatz zur klassischen Stop-Loss-Order, bei der ab dem Stop-Preis automatisch marktgerecht verkauft wird (und man bei hohem Handelsvolumen schlechtere Preise erhält), bietet die Stop-Limit-Variante mehr Sicherheit. Dafür besteht das Risiko, dass der Verkauf bei starken Kursrückschlägen nicht ausgeführt wird.
Für Anleger, die gezielt steuern wollen, zu welchem Preis sie aus einer Position aussteigen, ist die Stop-Limit-Order eine sinnvolle, wenn auch nicht risikofreie Strategie.
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