Was ist der Unterschied zwischen Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörung?

Herzrhythmusstörungen sind kein seltens Phänomen – viele Menschen leiden darunter, oft ohne es zunächst zu bemerken. Grundsätzlich bezeichnet eine Herzrhythmusstörung jede Abweichung vom normalen Herzschlag. Statt gleichmäßig und regelmäßig zu schlagen, gerät das Herz dabei ins Stocken, rastet plötzlich auf oder verlangsamt sich unerwartet.

Die Ursachen sind vielfältig: von Stress über Schilddrüsenerkrankungen bis hin zu Herzerkrankungen wie Bluthochdruck oder nach einem Infarkt. Das Herz besitzt ein eigenes Erregungsleitsystem, das dafür sorgt, dass die Herzschläge im sogenannten Sinusrhythmus erfolgen – also im Takt und koordiniert. Wenn dieses System gestört ist, entstehen Rhythmusstörungen.

Vorhofflimmern ist dabei die häufigste Form dieser Störungen. Bei dieser Erkrankung zucken die Herzvorhöfe unkoordiniert und extrem schnell – bis zu 300 Mal pro Minute. Dadurch pumpt das Herz nicht mehr effizient, was das Risiko für Schlaganfälle erhöht. Viele Betroffene spüren nur ein flaues Gefühl im Bauch oder Atemnot, andere bemerken fast nichts – was die Erkrankung besonders tückisch macht.

Im Krankenhaus werden Patienten mit auffälligen Herzrhythmen oft von spezialisierten Kardiologen versorgt. In Einrichtungen wie der München Klinik arbeiten Experten eng zusammen, um Ursachen zu finden und Therapien wie Medikamente, eine Kardioversion oder einen Schrittmacher anzubieten. Wichtig ist: Nicht jede Rhythmusstörung ist gefährlich – aber jede verdient Beachtung. Wer regelmäßig Herzrasen, Schwindel oder Brustenge verspürt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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