Alternativen zu Statinen bei erhöhtem Cholesterin

Statine sind seit Jahren die erste Wahl, um das schädliche LDL-Cholesterin zu senken und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall zu reduzieren. Doch nicht jeder verträgt diese Medikamente gut – manche Patienten leiden unter Muskelschmerzen oder anderen Nebenwirkungen. Für sie gibt es mittlerweile wirksame Alternativen.

Ein bewährter Wirkstoff ist Ezetimib. Es hemmt die Aufnahme von Cholesterin im Darm und kann allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten eingesetzt werden. Besonders bei Patienten, die nur bedingt auf Statine ansprechen, zeigt Ezetimib gute Ergebnisse.

Noch stärker wirken sogenannte PCSK9-Hemmer wie Evolocumab und Alirocumab. Diese werden als Injektion verabreicht und können das LDL-Cholesterin oft um mehr als 50 Prozent senken – selbst bei schwer behandelbaren Formen der Cholesterin-Erkrankung. Ein neuerer Vertreter dieser Klasse ist Inclisiran, das nur zweimal jährlich gespritzt werden muss, was die Therapietreue deutlich erleichtert.

Welche Behandlung am besten passt, hängt von der individuellen Situation ab: vom Ausmaß der Cholesterinerhöhung, der Verträglichkeit und der Risikobelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht zuletzt spielen auch Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle – eine cholesterinarme Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Rauchen sind unverzichtbar, unabhängig von der gewählten Medikation.

Die Entscheidung, ob statt oder zusätzlich zu Statinen ein anderes Mittel infrage kommt, trifft der Arzt gemeinsam mit dem Patienten – immer mit dem Ziel, langfristig die Gesundheit des Herzens zu schützen.

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