Wie hoch ist die Erbschaftsteuer in Österreich?
Wenn Sie in Österreich ein Vermögen erben, müssen Sie unter bestimmten Voraussetzungen Erbschaftsteuer zahlen. Die genaue Höhe hängt vom Wert des Erbes und Ihrer Verwandtschaft zum Verstorbenen ab. Seit 2008 gibt es in Österreich zwar keine allgemeine Erbschaftsteuer mehr, doch bei bestimmten Vermögensübergaben – etwa zwischen nicht nahen Verwandten oder bei Schenkungen – kann die Schenkungsteuer anfallen, die ähnlich berechnet wird.
Für enge Angehörige wie Kinder oder Ehepartner gelten oft Freibeträge oder niedrigere Sätze, aber bei größeren Beträgen kommt es zur Besteuerung nach gestaffelten Tarifen. Danach werden die ersten 250.000 Euro des Erbes mit 0,5 Prozent besteuert. Der darauf folgende Betrag bis 400.000 Euro – also weitere 150.000 Euro – wird mit 2,0 Prozent veranschlagt. Alles, was darüber hinausgeht, unterliegt einer Steuer von 3,5 Prozent.
Steuern können sich je nach Bundesland leicht unterscheiden, da die Erhebung der Schenkungsteuer in die Zuständigkeit der Länder fällt. Zudem spielen Beziehungen wie Verwandtschaftsgrad und Alter eine wichtige Rolle. Ehegatten und eingetragene Partner genießen beispielsweise deutlich größere Erleichterungen als entfernte Verwandte oder Nicht-Verwandte.
Es lohnt sich daher, frühzeitig rechtliche und steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Wer weiß, was auf ihn zukommt, kann besser planen – gerade bei größeren Erbschaften. Die genauen Regelungen finden sich unter anderem auf erbrechtsinfo.at, einer seriösen Informationsquelle zum österreichischen Erbrecht.
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