Illegale Arbeit: Hohe Risiken für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Wer ohne gültige Arbeitserlaubnis in Deutschland tätig wird, riskiert erhebliche Konsequenzen. Besonders für ausländische Arbeitnehmer*innen kann die illegale Beschäftigung teuer werden: Eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro droht. Doch nicht nur die Beschäftigten, auch die Arbeitgeber*innen haften – und zwar schwer.

Wenn Behörden einen Arbeitgeber erwischen, der jemanden ohne erforderliche Papiere beschäftigt, kann das schnell zu einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung führen. Denn Schwarzarbeit bedeutet meist auch, dass keine Sozialabgaben und keine Lohnsteuer abgeführt wurden. Die Folgen können empfindliche Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen sein.

Die deutsche Rechtslage ist klar: Ohne die offizielle Genehmigung zu arbeiten, ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Das gilt unabhängig davon, ob die Arbeit in der Gastronomie, auf dem Bau oder im privaten Haushalt stattfindet. Auch kurze oder gelegentliche Tätigkeiten zählen.

Für viele Migrant*innen ist die Suche nach einem Job besonders schwierig, besonders wenn der Aufenthaltstitel noch nicht alle Rechte erlaubt. Doch der Versuch, über Schwarzarbeit schnell Geld zu verdienen, ist riskant. Im schlimmsten Fall kann eine illegale Beschäftigung sogar zur Ausreiseaufforderung führen.

Wer in Deutschland arbeiten möchte, sollte daher immer zunächst die zuständige Ausländerbehörde und das Jobcenter konsultieren. Es gibt oft legale Wege – und die sind es wert, eingeschlagen zu werden.

Quelle: Handbook Germany, aktualisiert am 10.07.2023

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