Entspannung auf Deutsch: Was heißt „chillen“ wirklich?
Der Ausdruck „chillen“ ist aus der Jugendsprache längst in den alltäglichen Sprachgebrauch gewandert. Doch was kann man stattdessen sagen – besonders, wenn man etwas natürlicher oder höflicher klingen möchte?
Im Deutschen gibt es zahlreiche Alternativen, die je nach Kontext passen. Wer sich entspannt, kann die Beine hochlegen – wörtlich auf dem Sofa, aber auch bildlich, wenn es um eine Auszeit geht. Ähnlich gebräuchlich ist sich erholen oder einfach ausruhen, besonders nach einem anstrengenden Tag.
Wem es um Faulenzen geht, der sagt vielleicht: Ich mach mir einen faulen Lenz – eine charmant veraltende Redewendung, die trotzdem gerne verwendet wird. Auch herumlungern oder nichts tun drücken Untätigkeit aus, allerdings mit einem leicht negativen Beiklang. Wer das positiv meint, sagt lieber: Ich mach’s mir bequem oder Ich entspann mich einfach mal.
Untätig sein klingt neutraler, während sich erholen sogar etwas Gesundes hat – wie nach einer Krankheit oder einer stressigen Phase. Selbst die Füße hochlegen wird oft im übertragenen Sinne benutzt, etwa im Urlaub oder am Wochenende.
Die Wahl hängt also vom Ton ab: Ob scherzhaft, müde oder genüsslich – die deutsche Sprache bietet viele Möglichkeiten, um dem englischen „chillen“ eine authentische, sprachliche Heimat zu geben.
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