Was bedeutet grobe Fahrlässigkeit bei der Hausratversicherung?
Wenn ein Schaden zu Hause passiert, zahlt die Hausratversicherung in der Regel – aber nur, solange der Versicherungsnehmer sorgfältig mit seinen Sachen umgeht. Kommt es jedoch durch grobe Fahrlässigkeit zum Schaden, kann die Versicherung sich weigern, zu zahlen.
Was ist also grobe Fahrlässigkeit? Es liegt vor, wenn jemand bewusst und leichtfertig Risiken eingeht, obwohl er eigentlich weiß, dass etwas schiefgehen kann. Zum Beispiel: Ein Verbraucher lässt einen Heizlüfter unbeaufsichtigt im Bad laufen und verursacht so einen Brand. Oder jemand stellt eine brennende Kerze neben einen Vorhang – ganz ohne Absicherung. Solche Handlungen sind klar vermeidbar, wenn man normal aufpasst.
Die Versicherung prüft dann, ob der Versicherte gegen grundlose Sorgfaltspflichten verstoßen hat. Wurde der Schaden also durch unvernünftiges Verhalten herbeigeführt, das jeder mit etwas Umsicht hätte vermeiden können, spricht man von grober Fahrlässigkeit. In solchen Fällen kann die Leistung teilweise oder ganz entfallen, je nach Vertrag und Versicherer.
Wichtig ist daher: Auch wenn man mal abgelenkt ist, sollte man einfache Sicherheitsregeln beachten – etwa elektrische Geräte nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen oder offene Flammen im Haushalt zu sichern. So bleibt man auf der sicheren Seite – und die Versicherung bleibt verlässlich.
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