Was tun bei Kontakt mit einer Feuerqualle?
Der Sommerurlaub am Meer kann schnell unangenehm werden – besonders, wenn man unverhofft eine Feuerqualle streift. Die Berührung mit ihren langen Tentakeln kann schmerzhafte Hautreizungen, Rötungen und starken Juckreiz verursachen. Viele Menschen reagieren instinktiv, indem sie die betroffene Stelle sofort mit Süßwasser, etwa aus der Trinkflasche, abwaschen. Doch das kann die Situation verschlimmern.
„Süßwasser löst die Nesseln der Feuerqualle aus und setzt so noch mehr Gift frei“, erklärt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Die winzigen Nesselzellen, die im Wasser ruhen, reagieren empfindlich auf Veränderungen im Salzgehalt. Wer Süßwasser verwendet, aktiviert sie zusätzlich – mit mehr Schmerz als Folge.Die bessere Hilfe laut Experten: Spülen mit Salzwasser. Dadurch bleiben die Nesselzellen stabil, bis sie vorsichtig entfernt werden können. Es gilt, die Haut nicht zu reiben, sondern mit einer Kante – etwa einer Kreditkarte – vorsichtig über die Stelle zu fahren, um die noch haftenden Tentakel zu lösen. Danach kann ein kühler Umschlag Linderung bringen.
In stärkeren Fällen – etwa bei Atembeschwerden, Übelkeit oder Schwindel – sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Vorbeugend gilt: Wer im Mittelmeer, besonders in Gebieten wie Kroatien oder der Türkei, badet, sollte auf Warnhinweise achten und bei bekanntem Auftreten von Feuerquallen einen Badeanzug mit UV-Schutz tragen.
Die gute Nachricht: Meist klingen die Beschwerden nach einigen Tagen ab – vor allem, wenn man die richtige Erste Hilfe anwendet.
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