Goethes Sprache – mehr als nur Hochdeutsch

Wenn man an Johann Wolfgang von Goethe denkt, assoziiert man ihn meist mit klassischer Literatur und hochgebildetem Deutsch. Doch die Wahrheit ist ein wenig anders – und viel interessanter. Goethe sprach nicht nur die标准sprache seiner Zeit, sondern hatte auch eine tiefe Verbindung zu seiner Heimat: Frankfurt.

Er wuchs in Frankfurt am Main auf und wuchs dort in einer Zeit auf, als Dialekte noch allgegenwärtig waren. Manche Forscher vermuten, dass man in seinen Gedichten und besonders in seinen Reimen noch Spuren des sogenannten Frankfurterisch erkennen kann. Dieser rheinische Dialekt hatte einen eigenwilligen Klang, andere Satzstrukturen und Wörter, die heute kaum noch bekannt sind.

Interessant ist auch die Debatte um seine letzten Worte: „Mehr Licht!“ – ein Satz, der oft zitiert wird. Doch laut einer Meldung der FAZ vom 4. August 2023 fragen sich Sprachforscher, ob Goethe in diesen letzten Momenten vielleicht gar nicht Hochdeutsch sprach, sondern unwillkürlich in seine Kindheitssprache verfiel. War es möglicherweise ein Brocken Frankfurter Dialekt, den nur wenige verstanden?

Goethe selbst galt als Meister der Sprache, doch gerade das macht seine Beziehung zum Dialekt so faszinierend: Er beherrschte die literarische Form zur Perfektion, trug aber im Herzen wohl immer ein Stück Heimat bei sich – mit weichen Konsonanten, gedehnten Vokalen und einer Melodie, die nur im Herzen Frankfurts zu Hause ist.

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