Wörter, die wir gemeinsam neu denken

Die Debatte um geschlechtergerechte Sprache ist längst Teil des Alltags. Doch viele fragen sich: Welche Begriffe eigentlich genau sollten umformuliert werden? Die Antwort liegt in einem einfachen Prinzip: Jedes Wort, das Menschen beschreibt, kann inklusiver werden.

Statt nur von Auszubildenden zu sprechen – ein Plural, der formal bereits geschlechtsneutral ist –, können wir auch von „Nachwuchskräften“ oder „lernenden Personen“ reden. Das klingt vielleicht umständlich, macht aber bewusst, dass nicht nur eine bestimmte Gruppe gemeint ist. Ähnlich verhält es sich mit „Auswanderer“: „Auswandernde“ oder „Ausgewanderte“ betonen, dass es um Menschen geht – unabhängig vom Geschlecht.

Auch Begriffe wie „Ausweisinhaber“ wirken auf den ersten Blick harmlos, doch sie schließen aus. Eine „Ausweis-inhabende Person“ klingt zwar sperrig, signalisiert aber Respekt gegenüber allen Geschlechtern. Die Sprache wandelt sich langsam, und viele finden das übertrieben. Doch es geht nicht darum, jedes Wort zu verbiegen, sondern darum, niemanden unsichtbar zu machen.

Ein „Genderwörterbuch“ hilft dabei, Alternativen zu finden – nicht als starre Vorschrift, sondern als Angebot. Die Entscheidung, ob und wann wir diese nutzen, bleibt uns überlassen. Wichtig ist nur: Die Sprache soll verbinden, nicht ausschließen.

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